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Bensheimer Bücherstube Ingeborg Deichmann

Ingeborg Deichmann

Angefangen hat alles im Jahr 1974; damals lernte ich meinen Mann Klaus kennen. Und schon da erzählte er mir, wenn er einmal alt wäre, würde er gerne an der Bergstraße wohnen. So lange haben wir nicht gewartet.

In meiner Geburtsstadt Bensheim in der Neckarstraße 4 eröffneten wir im Oktober 1977 unsere Bensheimer Bücherstube. Die Lage war nicht besonders gut; wir hielten immer Ausschau nach einem besseren, bezahlbaren Ladenlokal.

Schon damals begannen wir, Autoren nach Bensheim zu holen. Die Eröffnung fand mit einer Lesung von Peter Härtling statt, in der alten Turnhalle, die ja bekanntlich abgerissen wurde, veranstalteten wir eine wunderbare Lesung mit Max von der Grün. Viele weitere folgten in den ersten 5 Jahren.

1983 wurde das Wambolterhof-Viertel mit kleinen Geschäften geplant und gebaut und wir fanden in der Wambolterhofstraße 13 ein neues Domizil.
 Ein Erdgeschoss, ein Untergeschoss, welches über eine Wendeltreppe zu erreichen und trotz aller Bemühungen mehr schlecht als recht zu beleben war.

Wir versuchten es mit Lesungen (z.B. war Ulla Hahn mit einer herrlichen Lyrik-Lesungen zu Gast) kleinen Ausstellungen, interessanten Büchern. Es war eine wunderbare Zeit, vor der Tür der Parkplatz, der kleine Innenhof mit vielen kleinen Geschäften, einem kleinen Café – vielen Aktivitäten in der Reihe „Die Stadt Bensheim lädt ein“.

Um nur einige Höhepunkte zu nennen: Egon Bahr, Bernt Engelmann, Joachim Fest, Günter Grass, Grasshoff, Kaminer, Walter Jens, Kempowski, Pawel Kohout, Raissa und Lew Kopelew, Hardy Krüger, Sigfried Lenz, Peter Merseburger, Tilman Röhrig, Philip Sendker, Gabriele Wohmann, Martin Walser (1982).

Schätzen Sie mal, an wie vielen Autoren-Abenden wir mitgewirkt haben. Nachgezählt habe ich und bin auf die auch für mich erstaunliche Zahl von 197 gekommen.

Während der Zeit in der Wambolterhofstraße haben wir auch gemeinsam mit den Kollegen Böhler und Kaulbach, in Zusammenarbeit mit der unvergessenen Erika Ertl und Thomas Neu das erste von zwei Bensheim-Büchern veröffentlicht, die jetzt leider nicht mehr lieferbar sind.

Und dann begann der Bau vor unserer Haustür: Krach, Lärm, Dreck. Und immer die Hoffnung, wenn das alles vorbei ist, bringt uns der Neumarkt mit seiner Ladenpassage neue Kunden.

Weit gefehlt. Die Kundenströme veränderten sich, die 1 A Lage wurde zu einer C Lage und, wären wir nicht in die Bahnhofstraße umgezogen, gäbe es uns heute nicht mehr. Aber es bot sich 2006 das Ladenlokal in der Bahnhofstraße 7 an. Am 16. Februar feierten wir Eröffnung.

Mit großer Begeisterung kümmern wir uns nach wie vor um unsere Kunden, stellen um den Welttag des Buches immer im April Schülerinnen und Schülern der 5. und 6. Klassen neue Bücher vor. Da müssten Sie manchmal Mäuschen sein. Mit welcher Begeisterung die Meisten dieser Kinder von Büchern erzählen und begierig sind auf Neues. Das macht mir und meinen Mitarbeiterinnen riesigen Spaß.

Auch unser Buß- und Bettag, an dem Frau Günther, Frau Hoppe und ich unsere favorisierten Neuerscheinungen vorstellen, erfreut sich immer größerer Beliebtheit.

Nach wie vor bemühen wir uns darum, Autoren nach Bensheim zu holen. Und auch das Lesefestival wird von uns mit unseren langjährigen Kontakten zu Verlagen ab und zu unterstützt.

Wir Buchhändler sind Vermittler. Wir bieten Unterhaltung, unterstützen die Sprachkultur, sind Bewahrer von Wissenschätzen und häufig kennen wir die Inhalte der Schätze, da wir sie selbst gelesen haben. Das unterscheidet uns von Amazonien und manch anderer großen Kette, die nur vorgeben Buchhändler zu sein.

Mein Beruf ist Buchhändlerin und Beruf kommt von Berufung und dieser Berufung folge ich nach wie vor mit großer Freude. Und ich habe mir noch ein paar Jahre vorgenommen.

Gelesen und für gut befunden

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